{"id":514,"date":"2012-01-20T15:10:05","date_gmt":"2012-01-20T13:10:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nickert.eu\/wordpress\/?p=514"},"modified":"2013-03-08T10:04:30","modified_gmt":"2013-03-08T08:04:30","slug":"weltbank-warnt-vor-weltweitem-wachstumseinbruch-wegen-eurokrise","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.nickert.eu\/wordpress\/2012\/01\/20\/weltbank-warnt-vor-weltweitem-wachstumseinbruch-wegen-eurokrise\/","title":{"rendered":"Weltbank warnt vor weltweitem Wachstumseinbruch wegen Eurokrise"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u00d6konomen der Weltbank warnen in ihrem aktuellen Bericht, die Eurozone k\u00f6nnte 2012 in eine Rezession rutschen. Die Wirtschaftsexperten erwarten, dass sich die Eurokrise sogar negativ auf das weltweite Wirtschaftswachstum auswirkt.\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Die Eurokrise ist global: In einer aktuellen Prognose f\u00fcr das Jahr 2012 argumentieren Experten der Weltbank, dass sich Entwicklungs- und Schwellenl\u00e4nder auf ein langsameres Wirtschaftswachstum einstellen m\u00fcssen, da sich die Eurokrise weltweit negativ auf die Konjunktur auswirken k\u00f6nnte. Dies geht aus dem aktuellen Weltbank-Bericht Global Economic Prospects (GEP) 2012 hervor, der am Mittwoch in Peking vorgestellt wurde. Das Wachstum der Weltwirtschaft wird nun f\u00fcr 2012 mit 2,5 Prozent veranschlagt, im Jahr 2013 soll die weltweite Konjunktur um 3,1 Prozent wachsen.<\/p>\n<p><strong>Weltwirtschaft zeigt Krisensymptome<\/strong><\/p>\n<p>In der Studie haben die Weltbank-\u00d6konomen ihre bisherigen Erwartungen f\u00fcr 2012 drastisch nach unten korrigiert. F\u00fcr Industriestaaten (\u201eHigh-income-countries\u201c) prognostizieren sie in diesem Jahr ein durchschnittliches Wirtschaftswachstum von 1,4 Prozent, f\u00fcr Entwicklungs- und Schwellenl\u00e4nder (\u201edeveloping countries\u201c) von 5,4 Prozent. Noch im Juni 2011 waren die Experten von einem deutlich h\u00f6heren Wirtschaftswachstum ausgegangen (Entwicklungsl\u00e4nder + 6,2 Prozent, High-Income-Staaten + 2,7 Prozent). Doch die Lage habe sich zugespitzt, erste Zeichen einer Krise seien sinkende Rohstoffpreise sowie versiegende Warenstr\u00f6me. \u201eDie Weltwirtschaft hat eine bedrohliche Phase erreicht\u201c, schreibt Andrew Burns, Hauptautor des aktuellen Weltbankberichtes.<\/p>\n<p>Am deutlichsten fiel die Korrektur der Zahlen zuungunsten des Euroraumes aus. War die Prognose im Juni 2011 mit einem Konjunkturplus von 1,8 Prozent \u00e4u\u00dferst optimistisch, so prophezeit die Weltbank nun sogar ein Schrumpfen der Eurowirtschaft um -0,3 Prozent. Hierbei sind sich die Experten einig, dass eine Zuspitzung der Eurokrise weltweit das Wachstum ausbremsen wird: \u201eEine Eskalation der Krise verschont niemanden\u201c, warnt Burns. Ganz gleich ob hochentwickelte oder prosperierende Wirtschaftsnationen, die Wachstumsraten k\u00f6nnten schlimmstenfalls sogar noch st\u00e4rker fallen als in den Krisenjahren 2008 und 2009.<\/p>\n<p><strong>Weniger M\u00f6glichkeiten zur Krisenbek\u00e4mpfung<\/strong><\/p>\n<p>Einen Hauptgrund f\u00fcr die m\u00f6gliche Konjunkturschw\u00e4che der Weltwirtschaft sehen die Weltbank-Autoren in der ungel\u00f6sten Schuldenkrise Europas. Zum einen sinke die weltweite Nachfrage, wenn der Hunger nach Exportg\u00fctern in den reichen L\u00e4ndern nachl\u00e4sst und Sparma\u00dfnahmen das Wachstum abw\u00fcrgen. Zum anderen haben die Industrienationen weniger M\u00f6glichkeiten, durch fiskalische oder monet\u00e4re Ma\u00dfnahmen die weltweiten Folgen der Krise abzufedern. Weil die Staaten bereits bei der Finanzkrise 2008 hohe Schulden aufnehmen mussten, etwa um den Konsum durch antizyklische Ma\u00dfnahmen anzukurbeln oder Banken zu retten, haben sie nun bei einem neuerlichen Krisenszenario weniger Handlungsspielr\u00e4ume.<\/p>\n<p>Im schlimmsten Fall sei zu erwarten, dass sich der Abschwung in Europa und das langsamere Wachstum in den prosperierenden Staaten gegenseitig verst\u00e4rken. Die Weltwirtschaft k\u00f6nnte dann in eine Abw\u00e4rtsspirale geraten.<\/p>\n<p>Die Eurokrise ist jedoch nicht die einzige Bedrohung f\u00fcr die Weltkonjunktur. So gef\u00e4hrden die politischen Auseinandersetzungen im nahen Osten und Nordafrika die weltweite \u00d6lversorgung. Auch seien Booml\u00e4nder wie China bereits von kleineren Wachstumseinbr\u00fcchen betroffen. Um auf eine Krise vorbereitet zu sein, empfehlen die \u00d6konomen Entwicklungsl\u00e4ndern pr\u00e4ventive Ma\u00dfnahmen: Sie sollen m\u00f6gliche Budgetdefizite im Haushalt vorfinanzieren. Auch seien Investitionen in die soziale Infrastruktur bevorzugt zu behandeln und m\u00f6gliche Schieflagen von Banken bereits in der Haushaltsplanung zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.worldbank.org\/\"><span style=\"color: #0000ff;\">Weltbank<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00d6konomen der Weltbank warnen in ihrem aktuellen Bericht, die Eurozone k\u00f6nnte 2012 in eine Rezession rutschen. Die Wirtschaftsexperten erwarten, dass sich die Eurokrise sogar negativ auf das weltweite Wirtschaftswachstum auswirkt.\u00a0 Die Eurokrise ist global: In einer aktuellen Prognose f\u00fcr das Jahr 2012 argumentieren Experten der Weltbank, dass sich Entwicklungs- und Schwellenl\u00e4nder auf ein langsameres Wirtschaftswachstum [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[325,326,324,323],"class_list":["post-514","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-euro-ist-ausloser","tag-kommt-euro-crash","tag-weltweite-rezession","tag-weltwirtschaft-schrumpft"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.nickert.eu\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/514","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.nickert.eu\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.nickert.eu\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.nickert.eu\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.nickert.eu\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=514"}],"version-history":[{"count":2,"href":"http:\/\/www.nickert.eu\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/514\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":626,"href":"http:\/\/www.nickert.eu\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/514\/revisions\/626"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.nickert.eu\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=514"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.nickert.eu\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=514"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.nickert.eu\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=514"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}